end-linkage.de

Thomas Evers | Diplom Sozialpädagoge

Die "end-linkage Hypothese":

Bateson geht davon aus, daß man beim Lernen nicht nur unterwürfiges oder autoritäres Verhalten erlernt, sondern vor allem der Kontext, in dem das Lernen stattfindet, eine entscheidende Rolle spielt. Dies führt zu Gewohnheiten und verschiedenen Erwartungshaltungen, ausgehend vom jeweiligen Kontext. Gewohnheiten meint hier die Fähigkeit, den "Strom der Erfahrungen" so zu interpunktieren, daß diese als sinnvoll und ins Weltbild passend wahrgenommen werden (Kohärenz und Bedeutung). Bateson nimmt weiter an, daß hierdurch grundsätzlich "bipolare Muster" aufgebaut werden. Es scheint so, daß auch immer das Gegenteil von Etwas mitgelernt wird - dies bezeichnet er als "Endverknüpfung" (end-linkage).


Dies erscheint mir im Sinne Gunther Schmidts eine erfreuliche Nachricht zu sein: Wenn jemand ein sogenanntes Problem "hat", muss auch schon die dazugehörige Lösung in ihm vorhanden sein.


Mit der end-linkage Hypothese leitet Gregory Bateson schon in der 40er Jahren systemisches und konstruktivistisches Denken ein, indem er dem Kontext mehr Bedeutung als der Interaktion an sich einräumt. Darüber hinaus ist diese Hypothese auch die Grundlage / der Vorläufer seiner späteren Lerntheorie, bis hin zur Double Bind Theorie.


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